Schmerz erkennen, wenn Worte fehlen

Wir sind überzeugt: Stillstand gibt es in der Pflege nicht. Kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung gehört zu unserem professionellen Selbstverständnis – im täglichen Einsatz mit schwerstkranken Menschen, bei komplexen Krankheitsbildern und dort, wo Routinen an ihre Grenzen stoßen.

Unser letzter Fokus: Schmerzen erkennen bei Menschen, die sich nicht oder nicht mehr äußern können.

In einer aktuellen Fortbildung haben wir uns intensiv mit nonverbalen Schmerzsignalen beschäftigt – auf Grundlage des Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege“ des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP). Dieser evidenzbasierte Standard unterstützt Pflegefachkräfte bei der sicheren Erkennung, Bewertung und gezielten Behandlung von Schmerzen – auch ohne verbale Rückmeldung der Betroffenen.

„Ein individuell angepasstes pflegerisches Schmerzmanagement leistet einen wichtigen Beitrag in der interprofessionell abgestimmten Schmerzbehandlung.“
– Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege, DNQP (2020), S. 9
www.dnqp.de – Schmerzmanagement in der Pflege

Beobachtung gezielt geschärft – unsere Fortbildungsinhalte:

  • Zuhören: von leisem Stöhnen bis zu ungewohnten Lauten
  • Körpersprache wahrnehmen: etwa Abwehrverhalten, Unruhe oder Rückzug
  • Mimik deuten: z. B. Stirnrunzeln, angespannte Gesichtszüge oder zusammengekniffene Augen

Diese vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema hilft uns, noch gezielter und individueller auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten einzugehen – gerade in Situationen, in denen die Sprache fehlt, aber Schmerz dennoch präsent ist.

Weitere Informationen zum Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege“ finden Sie auf der Website des DNQP:
Expertenstandard Schmerzmanagement – DNQP